Es gibt gute Gründe, die Sommerferien zu hassen. Mindestens so viele, wie den Sonntag.
Nya.
Ich komme mit dem Verschwörungsbuch [Robert Anton Wilson: Das Lexikon der Verschwörungstheorien] nicht mehr voran. Es verursacht Knoten in meinem Nervensystem. Lese zwei, drei Artikel und blicke schon wieder gar nichts mehr. Ein Arschloch leckt das andere, jeder hat mit jedem zu tun, alles mit allem. JFK, die Illuminaten, die Rosenkreuzer. Nicht zu vergessen P2, die Mafia, der Vatikan, die Juden und die US-Regierung. Das Ganze ist ein riesiger Berg Hühnerkacke. Weltherrschaft? Wer in aller Welt sollte diesen Flohzirkus namens Menschheit freiwillig besitzen wollen? [Nun, SIE natürlich (¬‿¬)]
Netter Dialog in Veronica Mars, S2, E8:
Vater: Meiner Erfahrung zufolge ist Kriminalität eine persönliche Sache. Nicht diese… diese verrückten Verschwörungen.
Tochter: Nun, meiner Erfahrung zufolge wollen SIE, dass du genau das glaubst.
Ich glaube, ich steig da jetzt einfach aus. Schnapp mir was Ordentliches zu lesen.
Anmerkung: Der Artikel bezieht sich auf einen älteren, inzwischen gelöschten vom 31.5.2008:
Robert Anton Wilson: Das Lexikon der Verschwörungstheorien. München, Piper, 2002.
Voll krasses Pferd, wo man sich überall reinsteigern kann. 400 Seiten Verfolgungswahn, und das ist nur an der Oberfläche gekratzt.
Das Buch besteht aus mehreren Hundert Einzelartikeln, jeweils zwischen einer halben und fünf Seiten lang. Jeder befasst sich mit einer Konspiration, einem Geheimbund oder einer Person / Organisation.
Der Autor versucht, die Zusammenhänge sachlich darzustellen, aber da blinzelt ab und zu auch mal ein schelmisches Auge. Ist so ein Mittelding zwischen Unterhaltung und Einstiegsliteratur. Es gibt überall Querverweise zu anderen Artikeln sowie Hinweise auf weiterführende Infos.
Der Band enthält außerdem ein Interview mit Wilson, in dem er u.a. meint:
“Gegen Ende der 60er hatte ich mich dann mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt, dass nahezu jeder, mit dem ich mal politisch zusammengearbeitet hatte, ein Regierungsagent war. Anstatt nun paranoid zu werden, fand ich das eher ziemlich komisch.
…Wahrscheinlich sind Hunde die einzigen Leute, die dem Menschen noch trauen, aber mir ist aufgefallen, daß selbst manche Hunde in letzter Zeit ihre Zweifel haben.”
Stimmt. Mir als Tierbedarfshändler ist das auch schon aufgefallen.